Etappe 8 Niederdorf –> Sexten

33,4 KM       1269 HM Anstieg       1104 HM Abstieg

Und dann waren 8 Tage schon so gut wie vorbei. Heute sollte es an den wunderschönen 3 Zinnen vorbeigehen. Wetter wie aus dem Buch. Nicht zu warm, sonnig, quasi PERFEKT =) Anfangs ging es immer leicht ansteigend bergauf. Ich brauchte 3 KM zum Einlaufen, bis es flüssig lief. Dann konnte ich alles genießen.

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Die Natur, die Menschen und das laufen an sich. Zwischendurch bin ich immer wieder in kleine Emotionslöcher gefallen, als ich mir vorstellte, wie der Zieleinlauf wäre, dass alles vorbei ist und als ich die letzten Tage Revue passieren lassen habe. Es ging in malerischen Singletrails und Serpentinen Bergauf, bis man die 3 Zinnen sehen konnte und in deren Anblick den Rest des Weges bis zur 3 Zinnenhütte hinauf rannte.

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Oben angekommen wurden ein paar Fotos geschossen, nochmal durchgeschnauft und die Zeit genossen, denn sie schien stillzustehen.

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Der folgende Downhill lief sich gut, aber ich habe es sehr ruhig angehen lassen einerseits da meine Oberschenkel und Beine mir den Vogel zeigten nach 7 Tagen laufen bisher und andererseits wollte ich mich um gar keinen Fall noch mehr verletzen für nichts und wieder nichts. Gefühlte 200 Wanderer kreuzten einen die Wege, machten immer Platz und feuerten einen an und schrien zum Teil lauter als die Läufer beim Zieleinlauf. Viele überholten mich nochmal bis ich dann zu den 2 KM Schild kam. Als nämlich ein Mixteam mit Argentiniern an mir vorbeigezogen ist und ich sah, dass die Frau an seinem Rucksack mit einer Hand hing kam der Wettkämpfer nochmal durch und ich zog die letzten 2 KM an ein paar Läufer nochmal im 3.40 er Schnitt vorbei. Als ich dann das Ziel sah und das Publikum war ich fassungslos. Ich ließ in ein paar lauten Schreien meine Freude, meine Wut, meinen Schmerz und meine Trauer der letzten Tage heraus und dann wurde mit die Medaille umgehangen.

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Der richtige Gefühlsausbruch kam erst später, kurz bevor Jürgen und Birgit eingelaufen waren. Da realisierte ich was ich in erst 2 Laufjahren schon geschafft habe und das schlimmste….

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Das es vorbei ist. Nicht umsonst wird gesagt, dass der Transalpinrun süchtig macht. Ich werde wieder teilnehmen. Nur kann ich nächstes Jahr leider nicht bedingt durch die Uni. Aber ich werde wieder mitlaufen.

Nachhinein betrachtet hat der Lauf mich mehr psychisch als physisch an meine Grenzen gebracht. Ich habe Hochs und Tiefs durchlebt wie es das Profil vom Lauf hergibt. Ich habe viele neue Leute kennengelernt und auch viel über mich und v.a. das Teamwork gelernt. Bedanken möchte ich mich bei Christian, ohne dem das alles nicht möglich gewesen wäre.       

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